Die Ereignisse des Jahres bringen mich zu dem Gedanken, dass es doch so etwas wie „disruptive Politik“ gibt. Ich definiere Politik primär als „das was wir wollen“ unabhängig von den aktuellen Repräsentanten oder Verwaltungen. Wenn etwas „politisch“ wird, dann geht es darum, sich selbst bewußt zu werden, wie wir zusammenleben wollen.
In UK und den USA haben sich Menschen entschieden und sie haben ihren Willen ausgedrückt. In beiden Fällen ging es beim Votum vieler nicht primär um das, was man im Zusammenleben will. Es ging vielmehr darum, den Kandidaten, den Repräsentanten und den Verwaltungen einmal zu zeigen, wo der Hammer hängt, ihnen einen Schuss vor den Bug zu geben.
Ganz knapp hat das in beiden Fällen nun dafür gesorgt, dass ein Ergebnis eingetreten ist, dass „hoppala“ gar nicht so gewollt war. Zwar wagten sich die Brexit- und Trump-Befürworter nach der Wahl so langsam aus der Deckung und begannen, zu ihrem Votum zu stehen. Doch eine noch größere Mehrheit der Menschen war schockiert, enttäuscht, ging auf die Straße… Das was wir wollen, hat sich aufgestaut, überworfen, alles auf den Kopf gestellt, wie eine Falte im Asphalt. Ich wage zu behaupten, dass selbst einige Unterstützer das Gefühl hatten, über das Ziel hinaus geschossen zu sein.
Frage ist nun, fängt sich der Karren und fährt einfach weiter? Schlingert er und kommt zu Fall? Wer nur aller 4 Jahre Politik macht und sich einen Sommer lang überlegen muss, was er will, neigt unter bestimmten Voraussetzungen zu unüberdachten Entscheidungen. Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn wir alle häufiger Politik machen könnten und würden.







We are a group of volunteers and starting a new scheme in our community. Your website offered us with valuable info to work on. You have done an impressive job and our entire community will be thankful to you.